MZ 06.01.2012

 

Sternsinger: 150 kleine Könige waren am Freitag in der Gemeinde unterwegs

Ob heftiger Sturm, bellende Hunde an der Haustür oder kleine Texthänger - auch im Jahr 2012 hielt die Sternsinger nichts auf, am 6. Januar durch die Straßen zu gehen und für hilfsbedürftige Kinder in der Welt zu sammeln. Von Nithupa Kumaranantham

Die vier Mädchen Lucia, Eva, Marina und Jule sind ein tolles Team als Caspar, Sternträgerin, Melchior und Balthasar. 

(Foto: Nithupa Kumaranamtham) 

Aufgeregt saßen am Freitagmorgen 150 Sternsinger in der Aula des Schulzentrums, rückten ihre Krone zurecht und ließen sich einen letzten Kuss von ihren Eltern aufdrücken. Auch, wenn es gerade mal halb neun war, waren die Kinder schon hellwach und bester Laune, schließlich war das für sie ein besonderer Tag: Der Tag der Drei Heiligen Könige, an dem die Sternsinger von Haus zu Haus gehen, um Kindern in Not zu helfen, aber auch, um die Häuser zu segnen.

 

Wetter-Sorgen

Besorgt blickte Pastoralreferentin Anja Raschke beim Aussendungsgottesdienst, der zum ersten Mal in der Aula der Grundschule stattfand, zum Himmel. Ihre Hoffnung, war, dass die Wetterfrösche recht behielten: Sonnenschein ab 9 Uhr! Schließlich sollten die 40 Gruppen, die dieses Jahr durch Wettringen zogen, nicht nass werden.

Einer dieser Gruppen waren Lucia, Jule, Marina und Eva, die die Häuser rund um die Kirchstraße und auf der Straße "Unter den Linden" übernahmen. Sie erlebten am Vormittag einige Überraschungen. So wurden sie beim Holz- und Parketthandel Schnippe von lautem Hundegebell empfangen: Die Mädchen trauten sich kaum, an der Haustür stehen zu bleiben. Aber es gab keinen Grund zur Panik, denn die beiden Hunde Scooter und Scrufti erwiesen sich als liebe Tiere, die sich gleich mit Balthasar, Melchior und Caspar anfreundeten und fasziniert den Klängen "Stern über Bethlehem" lauschten.

 

Gutes Gefühl

Auch in den Arztpraxen, Apotheken und Geschäften waren Mitarbeiter, Kunden und Patienten begeistert von den vier Mädchen und bedankten sich überschwänglich mit großzügigen Spenden und vielen Süßigkeiten.

"Es ist ein gutes Gefühl, als Sternsinger unterwegs zu sein, so können wir anderen Kindern helfen und haben dabei noch so viel Spaß.", sagte die zehnjährige Lucia Essing lächelnd.

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