Pfarrer Désiré ist das neue Gesicht in St. Petronilla

 

 

Wettringen. Aus dem Kongo über Rom und Neapel nach Wettringen: Pfarrer Désiré ist das neue Gesicht in der Gemeinde St. Petronilla. Für ein Jahr wird der 45 Jahre alte Pfarrer sein „Sabbatjahr“ in Wettringen verbringen und Pfarrer Christoph Backhaus unter die Arme greifen.

Wenn der afrikanische Weltenbummler in seinen Dienstplan schaut, funkeln seine Augen: So sieht für ihn die organisierte deutsche Kirche aus. Schulklassen, Senioren, Frauen- und Männerchor - Pfarrer Désiré möchte alle Gemeindemitglieder kennen lernen. Mit ihm erfährt St. Petronilla einen Hauch der Weltkirche. „Es ist faszinierend, dass die katholische Kirche so universell ist“, erklärt der 45-Jährige in seiner Muttersprache Französisch. Dann schwenkt er kurzerhand in die deutsche Sprache um. Ein bisschen gebrochen, aber fehlerfrei und verständlich. Sein Ziel: „In einem Jahr möchte ich die deutsche Sprache fließend beherrschen.“
Pfarrer Désiré ist aber nicht nur Pfarrer. In Italien studiert er noch. In diesem Jahr schreibt er seine Doktorarbeit und auch dazu braucht er die Erfahrungen in Deutschland. Dreimal war er bereits für jeweils einen Monat als Sommervertretung in Rhede und Bad Waldliesborn tätig. „Das hat mir aber nicht gereicht“, erklärt er. Er sei immer wieder begeistert von der guten Organisation der deutschen Kirche. Davon möchte er für die Gemeindearbeit in seiner afrikanischen Heimat lernen.

Seinem Dienstplan zufolge stehen Pfarrer Désiré in Wettringen alle Türen offen. Zu 80 Prozent wird er sich dem seelsorglichen Dienst widmen, 20 Prozent bleiben für sein Studium. „Wettringen trifft Afrika - das ist für mich Weltkirche“, strahlt der Geistliche.

JULIA ALPMANN

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